📒 Kostenlose Vorlage · PDF

Anlagenbuch für Kälteanlagen: kostenlose Logbuch-Vorlage zum Download.

Das Anlagenbuch – auch Logbuch oder Kältemittelbuch genannt – ist für dichtheitskontrollpflichtige Anlagen gesetzlich vorgeschrieben (Art. 7 der F-Gase-Verordnung EU 2024/573). Diese Vorlage enthält alles, was hinein muss: Anlagen-Stammdaten mit CO₂-Äquivalent, die chronologische Eintragstabelle für Kältemittelmengen und Dichtheitskontrollen sowie die Pflichten auf einen Blick.

Was auf dem Blatt steht
kostenlos
Anlagenbuch-VorlagePDF
Kundensignatur
Anlagen-Stammdaten
Chronologische Eintragstabelle
Pflichten auf einen Blick
Je Anlage ein Buch
Ohne Anmeldung. Fertig gestaltet, sofort zum Ausdrucken.
Anlagenbuch-Vorlage herunterladen Fertig gestaltetes PDF zum Ausdrucken · kostenlos, ohne Anmeldung

Vorlage ohne Gewähr – an Anlagentyp und betriebliche Anforderungen anpassen.

Was in der Vorlage steckt

Was rechtlich ins Anlagenbuch gehört, wer es führen muss und wie lange aufbewahrt wird: Anlagenbuch für Kälteanlagen – die Pflicht im Detail.

1

Anlagen-Stammdaten

Betreiber, Standort, Anlagentyp, Kältemittel, GWP, Füllmenge und CO₂-Äquivalent – inklusive Feld für das Dichtheitsprüf-Intervall.

2

Chronologische Eintragstabelle

Datum, Tätigkeit, zugefügte und entnommene Kältemittelmengen mit Herkunft (neu/recycelt/aufgearbeitet), Ergebnis der Dichtheitskontrolle, Leckage-Behandlung, Fachbetrieb mit Zertifikat-Nr. und Unterschrift – im Querformat zum Ausdrucken.

3

Pflichten auf einen Blick

Prüfintervalle nach CO₂-Äquivalent (5/50/500 t → 12/6/3 Monate, verdoppelt mit Leckage-Erkennungssystem), 5 Jahre Aufbewahrung, Nachkontrolle binnen eines Monats nach Leckage-Reparatur.

4

Je Anlage ein Buch

Die Vorlage ist pro Anlage angelegt – Seite 2 einfach kopieren, wenn die Eintragstabelle voll ist.

Die Vorlage im Volltext: welches Feld wozu da ist

Damit du vor dem Download weißt, was dich erwartet – und damit du die Felder auch dann kennst, wenn du dein Anlagenbuch in einem anderen System führst. Die Gliederung folgt Artikel 7 der Verordnung (EU) 2024/573.

Blatt 1 – Anlagenstamm

FeldWas hineingehörtWarum
Anlagenkennzeicheneindeutige Nummer oder Bezeichnung, die auch am Gerät stehtOhne eindeutige Kennung lässt sich kein Eintrag einer Anlage zuordnen – der häufigste Mangel bei Kontrollen.
BetreiberName und Anschrift des Betreibers, nicht des FachbetriebsDie Aufzeichnungspflicht trifft den Betreiber; der Fachbetrieb führt sie in dessen Auftrag.
StandortGebäude, Etage, Raum – bei mehreren gleichartigen Geräten mit PositionsangabeBei Wechsel des Wartungsbetriebs muss die Anlage auffindbar sein.
AnlagentypSplitgerät, VRF, Kaltwassersatz, Kühlzelle, WärmepumpeBestimmt Prüfumfang und Wartungsintervall.
Kältemittel und GWPBezeichnung nach Anhang I oder II, dazu der GWP-WertDer GWP entscheidet zusammen mit der Füllmenge über die Prüfpflicht.
Füllmenge in kgje Kältekreis getrennt, nicht als Summe der AnlageVoneinander getrennte Kreise werden einzeln bewertet – die Summe führt zur falschen Prüffrist. Ausnahme: Stehen die Kreise so in Verbindung, dass eine Leckage beide gleichzeitig entleert, zählt die Summe.
CO₂-ÄquivalentFüllmenge × GWP ÷ 1.000, in TonnenDie Zahl, an der das Gesetz hängt.
Prüfintervall12, 6 oder 3 Monate; verdoppelt bei fest installiertem Leckage-ErkennungssystemDamit der nächste Termin ohne Nachrechnen ablesbar ist.
Hermetisch geschlossenJa/Nein, mit Hinweis auf die Kennzeichnung am GerätVerschiebt die Einstiegsschwelle von 5 t auf 10 t.
Leckage-Erkennungssystemvorhanden, Typ, letzte FunktionsprüfungAb 500 t CO₂e Pflicht; die Funktionsprüfung ist selbst dokumentationspflichtig.

Blatt 2 – die chronologische Eintragstabelle

Eine Zeile je Vorgang, in zeitlicher Reihenfolge, ohne Lücken. Die Spalten:

SpalteInhalt
DatumTag des Eingriffs – nicht das Datum der Rechnungsstellung
Art des VorgangsDichtheitskontrolle, Befüllung, Entnahme, Rückgewinnung, Reparatur, Nachkontrolle, Außerbetriebnahme
Menge zugefügt (kg)mit Angabe der Herkunft: Neuware, recycelt oder aufgearbeitet
Menge entnommen (kg)mit Angabe des Verbleibs: Rückgewinnung, Entsorgung, Wiederverwendung
Ergebnis der Kontrolledicht / undicht, bei undicht: Fundort und Ursache
Methodedirekt (Lecksuchgerät, Schaumbildner) oder indirekt (Druck, Temperatur, Schauglas)
Nachkontrolle fällignach einer Reparatur innerhalb eines Monats – Datum eintragen, nicht nur ankreuzen
Ausführende PersonName und Zertifikatsnummer samt Kategorie beziehungsweise Zertifikatstyp
Unterschriftausführende Person; bei Übergabe zusätzlich der Betreiber

Jede Aufzeichnung ist mindestens fünf Jahre aufzubewahren; in der Praxis führt man das Buch am einfachsten durchgehend weiter, statt einzelne Blätter nach Frist auszusortieren. Die Aufzeichnungen sind der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.

Die drei Fehler, die in fast jedem Papier-Anlagenbuch stecken

Erstens: die Mengenbilanz geht nicht auf. Zugefügte und entnommene Mengen werden eingetragen, aber nie gegengerechnet. Wer über zwei Jahre 4 kg nachgefüllt und nie etwas entnommen hat, hat ein Leck – das steht dann zwar im Buch, fällt aber niemandem auf, weil niemand die Spalten addiert. Zweitens: die Nachkontrolle fehlt. Die Reparatur ist dokumentiert, die Kontrolle innerhalb eines Monats danach nicht – das ist ein eigener Verstoß, unabhängig davon, dass repariert wurde. Drittens: das Buch liegt an der Anlage. Bei einem Wasserschaden im Technikraum ist damit die gesamte Fünfjahres-Historie weg, und die Beweislast liegt beim Betreiber.

Papier-Logbuch war gestern. In KlimaCraft führt sich das Anlagenbuch von selbst: Jede Wartung, jede Kältemittel-Buchung und jede Dichtheitskontrolle landet automatisch im digitalen Anlagenbuch – prüfsicher nach EU 2024/573.
Digitales Anlagenbuch ansehen →