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VDI 6022 Checkliste: kostenlose Vorlage für die Hygieneinspektion.

Die Hygieneinspektion nach VDI 6022 steht bei RLT-Anlagen alle zwei oder drei Jahre an – je nachdem, ob eine Luftbefeuchtung verbaut ist. Diese Checkliste führt durch den Prüfumfang von der Außenluftansaugung bis zum Luftauslass, mit Bewertung, Maßnahmenliste und Feldern für den Nachweis.

Was auf dem Blatt steht
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VDI-6022-ChecklistePDF
Kundensignatur
Kopfdaten mit Intervallentscheidung
15 Prüfpunkte vom Ansaug bis zum Auslass
Messungen und Probenahme
Bewertung, Maßnahmen und Nachweis
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Vorlage ohne Gewähr – an Anlagentyp und betriebliche Anforderungen anpassen.

Was in der Checkliste steckt

1

Kopfdaten mit Intervallentscheidung

Objekt, Anlagenbezeichnung, Luftvolumenstrom, Baujahr – und die zwei Fragen, die das Intervall bestimmen: Luftbefeuchtung vorhanden? Erdverlegte Zuluftleitung? Daraus ergibt sich, ob alle zwei oder alle drei Jahre inspiziert wird.

2

15 Prüfpunkte vom Ansaug bis zum Auslass

Außenluftansaugung, Wetterschutzgitter, Filterstufen mit Differenzdruck, Wärmeübertrager, Kondensatwanne, Befeuchter, Wärmerückgewinnung, Ventilatoren, Schalldämpfer, Kanäle, Volumenstromregler, Luftauslässe und der Zustand der Zentrale.

3

Messungen und Probenahme

Felder für Differenzdrücke, Zulufttemperatur, relative Feuchte und – sofern vorgesehen – die mikrobiologische Probenahme mit Probenstelle.

4

Bewertung, Maßnahmen und Nachweis

Blatt 2 mit Gesamtbewertung, nummerierter Mängelliste samt Maßnahme und Frist, dem nächsten Inspektionstermin und den Feldern für Prüfer, Kategorie-A-Schulungsnachweis und Unterschriften.

Die Prüfpunkte nach Anlagenteil – der vollständige Weg der Luft

Eine Hygieneinspektion folgt dem Weg der Luft, von der Ansaugung bis zur Fortluft. Die Checkliste im Download bündelt das in 15 ausfüllbare Prüfpositionen; die folgende Übersicht zeigt, was in jeder davon steckt – als Landkarte für den Termin und zum Abgleich mit einem fremden Protokoll.

AnlagenteilWorauf geschaut wirdTypischer Befund
AußenluftansaugungLage und Höhe der Ansaugung, Abstand zu Emissionsquellen, Wetterschutzgitter, Vogel- und Insektenschutz, Verschmutzung und Bewuchs, WasserführungAnsaugung zu tief, Laub und Nistmaterial im Gitter
Luftfilter ZuluftFilterklasse gegen Auslegung, Sitz und Dichtheit der Rahmen, Differenzdruck gegen Enddruckdifferenz, Standzeit, Feuchte und Geruch am Filtermedium, Bypass-Leckageüberschrittene Standzeit, Filter nach Feuchteeintrag durchgeweicht
WärmeübertragerLamellenverschmutzung und -verformung, Zugänglichkeit für die Reinigung, Korrosion, Ablagerungen zwischen den LamellenLamellenpaket zugesetzt, Reinigung baulich nicht möglich
Kondensatwanne und AblaufGefälle, freier Ablauf, Siphon gefüllt und funktionsfähig, stehendes Wasser, Biofilm, Korrosiontrockener Siphon, stehendes Wasser in der Wanne – die häufigste Beanstandung überhaupt
LuftbefeuchterBauart, Wasserqualität und -aufbereitung, Spül- und Entleerungsintervalle, Ablagerungen, mikrobiologischer Zustand, TropfenabscheiderBefeuchterstrecke nicht regelmäßig entleert; entscheidet zugleich über das Intervall (zwei statt drei Jahre)
WärmerückgewinnungBauart (Rotations-, Platten-, Kreislaufverbund), Leckluftanteil, Sauberkeit der Übertragungsflächen, Spülzone beim Rotor, DichtungenRotordichtung verschlissen, Übertragung von Abluft in die Zuluft
VentilatorenLaufrad und Gehäuse sauber, Schwingungen und Laufgeräusch, Zustand der Schwingungsdämpfer, ZugänglichkeitStaubbelag auf dem Laufrad, Unwucht
Luftleitungen und KanäleInnensauberkeit stichprobenweise, Revisionsöffnungen vorhanden und erreichbar, Dichtheit, Dämmung, Fremdkörper und Bauschutt aus der Montagefehlende Revisionsöffnungen – dann ist die Kanalreinigung praktisch nicht durchführbar
SchalldämpferZustand der Kulissen, Abrieb und Faserflug, Verschmutzung, Reinigbarkeitoffenporiges Dämmmaterial ohne Abdeckvlies
Volumenstromregler und KlappenGängigkeit, Sauberkeit, Stellantriebe, Dichtheit in Schließstellungfestsitzende Klappen nach jahrelangem Stillstand
Luftdurchlässe im RaumSauberkeit, Zustand der Dichtungen, Verfärbungen an Decke und Wand, Zugänglichkeit für die ReinigungStaubfahnen an den Auslässen – der Befund, den auch der Nutzer sieht
Abluft und FortluftVerschmutzung, Fettabscheider in Küchenabluft, Rückströmsicherung, Abstand der Fortluft zur AnsaugungFortluft strömt in die Außenluftansaugung zurück
Zentralgerät insgesamtDichtheit der Gehäuse, Zustand der Innenoberflächen, Türdichtungen, Beleuchtung, Zugänglichkeit aller Komponenten, Ordnung im Gerätgelagertes Material in der Lüftungszentrale
MessungenDifferenzdrücke über den Filterstufen, Zulufttemperatur, relative Feuchte, sofern vorgesehen mikrobiologische Probenahme mit dokumentierter Probenstellekeine Messwerte im Vorprotokoll – dann fehlt der Vergleichsmaßstab
DokumentationVorliegen früherer Inspektionsberichte, Wartungsnachweise, Filterwechselprotokolle, Betriebsanleitung, Hygieneschulungsnachweis des PersonalsUnterlagen beim Betreiber nicht auffindbar

Gliederung in Anlehnung an VDI 6022 Blatt 1; der Prüfumfang im Einzelfall richtet sich nach Anlagenart, Nutzung und Raumklasse. In Krankenhäusern und OP-Bereichen gilt zusätzlich die DIN 1946-4 mit eigenen, engeren Anforderungen.

Zwei oder drei Jahre? Und wer darf überhaupt prüfen?

Das Intervall hängt an der Anlagentechnik, nicht an der Größe: Anlagen mit Luftbefeuchtung – und solche mit erdverlegten Zuluftleitungen – werden alle zwei Jahre inspiziert, Anlagen ohne Luftbefeuchtung alle drei Jahre. Diese eine Frage steht deshalb ganz oben auf dem Blatt: Wer sie falsch beantwortet, prüft im falschen Takt.

Die zweite Unterscheidung betrifft das Personal. Die Hygieneinspektion selbst führt Personal mit der umfassenderen Kategorie-A-Schulung durch. Die laufenden Hygienekontrollen zwischendurch – Sichtkontrollen, Filterwechsel, Kondensatwanne – darf Personal mit Kategorie B übernehmen. Auf dem Nachweisblatt ist deshalb Platz für die Schulungsnachweis-Nummer; ohne sie ist die Inspektion formal unvollständig.

Was VDI 6022 im Einzelnen verlangt, für wen sie gilt und wo Betriebe die Fristen verlieren, steht ausführlich im Beitrag zur Hygieneinspektion nach VDI 6022.

Nicht zu verwechseln mit der Dichtheitskontrolle

Beide Pflichten treffen dasselbe Gebäude und werden regelmäßig durcheinandergebracht. VDI 6022 regelt die Lufthygiene in raumlufttechnischen Anlagen – Filter, Befeuchter, Kanäle, Luftqualität. Die Dichtheitskontrolle nach Verordnung (EU) 2024/573 regelt den Kältekreis und richtet sich nach dem CO₂-Äquivalent der Füllmenge. Verschiedene Rechtsgrundlagen, verschiedene Intervalle, verschiedene Qualifikationen – und beide laufen an derselben Anlage nebeneinander. Wer sie in einem Terminplan führt, verliert keine von beiden.

Kein Formular, keine E-Mail-Adresse: PDF anklicken und ausdrucken.

Die Stellen, an denen die Inspektion am häufigsten hängen bleibt

Die Außenluftansaugung

Sie steht oft dort, wo niemand hinsieht: neben der Laderampe, unter dem Baum, über dem Mülltonnenplatz. Bewuchs, Vogelnester und Verschmutzung im Ansaugbereich sind der häufigste Befund überhaupt – und der billigste zu beheben.

Die Kondensatwanne

Stehendes Wasser und ein trockengefallener Siphon sind die klassische Kombination. Beides fällt im Betrieb nicht auf, weil die Anlage weiterläuft – und beides ist hygienisch der kritischste Punkt der ganzen Zentrale.

Der Filterwechsel-Nachweis

Gewechselt wird meistens. Dokumentiert oft nicht. Bei der Inspektion zählt aber nicht der saubere Filter, sondern die nachvollziehbare Standzeit – deshalb hat die Checkliste dafür eine eigene Zeile.

Die Zentrale als Lagerraum

Kartons, Leitern, Ersatzteile: Fremdlagerung in der Lüftungszentrale ist ein wiederkehrender Befund und eine reine Organisationsfrage. Sie steht auf der Liste, weil sie sonst niemand aufschreibt.

Zwei Pflichten, ein Terminplan. In KlimaCraft hängen Hygieneinspektion und Dichtheitskontrolle als getrennte Fristen an derselben Anlage – jede mit eigenem Intervall, beide auf Wiedervorlage.
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